Die Papierindustrie ist der größte Abnehmer von Natriumsulfitprodukten. Natriumsulfit ist eines der wichtigsten Aufschlussverfahren in der Papierindustrie und eignet sich besonders für die Aufbereitung von Nicht-Holz-Zellstoffen. Zu den Vorteilen dieses Verfahrens zählen die helle Farbe, der geringere Verbrauch von Bleichmitteln und anderen Chemikalien sowie die Möglichkeit, die Abfallflüssigkeit zu verschiedenen Nebenprodukten zu recyceln. Bei der alkalischen Aufbereitung von Weizenstroh mit wasserfreiem Natriumsulfit wird die Zellstoffausbeute deutlich verbessert, die Schaumbildung im Aufschluss reduziert, die Filtration verbessert, das Waschen erleichtert, Wasser gespart und der Energieverbrauch gesenkt. Der Mahlgrad des Aufschlusses wird verringert, die Faserfestigkeit verbessert und die Papierherstellung erleichtert. Die Paste ist hell, lässt sich leicht bleichen und der Chlorbedarf wird reduziert. Bei 160 °C zeigte 20 % (m/m) Natriumsulfit eine ausgezeichnete Delignifizierungswirkung auf Bagasse und Fasertrennung; der Delignifizierungsgrad erreichte nach 30 Minuten über 48 %.
Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Papierindustrie gewinnt das Recycling von Sekundärfasern zunehmend an Bedeutung. Es senkt nicht nur die Produktionskosten, sondern schont auch Waldressourcen, reduziert den Energieverbrauch und trägt zum Umweltschutz bei. Natriumsulfit (SSA) ist ein wirksames Deinking-Mittel, das die Vergilbung des Zellstoffs während des Deinking-Prozesses verhindert. Das Deinking mit Natriumsulfit unter schwach alkalischen Bedingungen begünstigt die Tintenentfernung. Ohne Tensid zersetzt sich Natriumsulfit bei einer Suspensionskonzentration von 10 %. Die Zugabe von 2 % Natriumsulfit zeigt eine deutliche Wirkung. Neutrales Natriumsulfit wird zum Deinking von Altpapier verwendet. Eine Natriumsulfit-Menge von 3–4 % erzielt einen guten Deinking-Effekt, reduziert die Abwasserbelastung und erleichtert die nachfolgende Abwasserbehandlung.
Veröffentlichungsdatum: 30. März 2021
